Radioshow: dt64, Nightflight (X-FILE # 02 – Maerz – April 1993)

Anfang Juli 2017 kontaktierte mich Thomas Wagner über das Formular dieser Website bezüglich meiner Nightflight-Sendung auf dt64. Kurz darauf gab es die Freundschaftsanfrage auf Facebook und die folgende Nachricht via Messenger…  Radioshow: dt64, Nightflight (X-FILE # 02 – Maerz – April 1993) weiterlesen

Radiosendung: dt64, Partyzone, 21. November 1992

Radiosendung – dt64 – Partyzone – 21. November 1992 by Marcos López on Mixcloud

Ab Juli 1992 (bis August 1993) moderierte ich jeden Samstagabend die Partyzone auf dt64, von 19:00 – 00:00 House, Trance & Techno. Mit zahlreichen Studiogästen und Besuchern.

Am 21. November 1992 mit Platten von Dr. Motte, The Shamen, Sven Väth, The Orb u.v.a. Studiogast war DJ Henry (HH).

Radiosendung: dt64, Partyzone, 24. Oktober 1992

dt64 – Partyzone – 24. Oktober 1992 – Original Mittelwellen-Mitschnitt (19-20 Uhr) by Marcos López on Mixcloud

Im Einigungsvertrag der Wiedervereinigung der BRD im Oktober 1990 war beschlossen worden, das bestehende DDR-Medien spätestens bis Ende 1991 entweder a) privatisiert, b) in die öffentlich-rechtlichen Systeme integriert oder c) abgewickelt werden müssen. So kam es, dass dt64, das Jugendprogramm der ehemaligen DDR, ab dem Sommer 1992 in die "Obhut" des MDR (Mitteldeutscher Rundfunk) überführt wurde — und das zunächst nur auf Mittelwelle.

Hier moderierte ich ab Juli 1992 mit der wöchentlichen Partyzone (samstags von 19:00 – 00:00) den Elektronik-Bereich mehr oder weniger alleine, denn Marusha, die bis dato ihre Dancehall hier präsentiert hatte, wechselte mit einigen Redakteuren zu Rockradio B, dem Jugendprogramm des neu entstandenen ORB (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg). Eine Zeit lang teilte sich dt64 in Berlin und Brandenburg sogar eine UKW-Frequenz mit Rockradio B (ab 1. Januar 1992 von 15:00 – 18:00 Uhr). Aus der Jugendwelle Rockradio B und dem Jugendprogramm des Sender Freies Berlin (SFB)  Radio 4 U entstand später, 1993, die gemeinsame Jugendwelle Radio Fritz.

Ab März 1993 begann zunächst testweise die Ausstrahlung von dt64 über den Satelliten Astra 1B. dt64 hatte als eigenständiger Sender bis Mai 1993 bestand. Der Nachfolgesender von dt64 hieß MDR Sputnik. Sämtliche Sendungen ab dem Juli 1992 konnten also von der Mehrheit der ehemaligen dt64-Hörer nicht mehr in gewohnter UKW-Qualität gehört werden und später nur über den Aufwand eines Satellitenempfängers.

Dieser Mitschnitt, der mir im Gegensatz zu vielen anderen Sendungen ab dem Juli 1992 nicht anders vorliegt, vermittelt eine authentisches "Mittelwellen-Feeling", das bei manchen Nostalgikern, trotz der kaum zu ertragenden Klangqualität (oder gerade deswegen?!) vielleicht sogar eine leichte Gänsehaut zu erzeugen vermag. Vorausgesetzt, man erträgt Herrn López' nicht zu bremsendes Mitteilungsbedürfnis, auch kurz 'Laberflash' genannt 😉

 

Radiosendung: dt64, Partyzone, 26. September 1992

dt64 – Partyzone – 26. September 1992 – Basis Posse by Marcos López on Mixcloud

dt64 – Partyzone – 26. September 1992 – Basis Posse [46:58] // Zu Gast die Crew des Leipziger Underground Clubs Basis inklusive der DJs Josh & Jens. Neben den lustigen Interviews, in die ständig etwas aus dem Hintergrund eingeworfen wird, ist vor allen Dingen eine Sache besonders bemerkenswert, nämlich die Ankündigung der Basis Posse zur Eröffnung eines neuen und eigentlich als Konkurrenz zu sehenden Clubs in Leipzig-Konnewitz: Distillery. Die also im Herbst 1992 beginnende Erfolgsgeschichte der Distillery wird auch heute noch (Stand: März 2014!) fortgeschrieben. Gratulation! Doppel-Gratulation.

Radiosendung: dt64, Partyzone, 18. Juli 1992 – Teil 1

dt64 – Partyzone – 18. Juli 1992 (19 – 24 Uhr) – Teil 1 by Marcos López on Mixcloud

dt64 – Partyzone – 1992-07-18 (19-24 Uhr) – Teil 1 [93:20] // Eine Partyzone, die nach dem Abgang von dt64 aus den UKW-Frequenzen ab dem 28. Juni 1992 nur noch auf Mittelwelle und über Satellit erreichbar war. Diese Sendung stand ganz im Zeichen einer One-Man-Show, in der ich zugleich mixte und moderierte.

In der zweiten Stunde dieser Sendung wurden dann drei Alben näher vorgestellt, in dem gleich mehrere Songs gespielt wurden. Dabei waren Künstler Zyon, Dee-Lite und Bass Bumpers.

Interview: Mijk van Dijk, dt64, 20. Juni 1992

Produzent Mijk van Dijk im Interview mit Marcos López, dt64 – Partyzone (Nightflight), in der Nacht von 20. auf den 21. Juni 1992, 00:15 Uhr [07:08]

Noch ganz am Anfang seiner Produzenten-Karriere, aber schon mittendrin in der Elektronik-Szene Berlins: Mijk van Dijk. Nach diversen Produktionen, die auch in den Clubs ihren Anklang fanden, war es Zeit ihn als Studiogast zu präsentieren.

Manuskript: Die Story der House Music

Die Radiosendung "Die Story der House Music" wurde am 19. Juni 1992 in der Spätvorstellung (22:00 – 00:00) auf dt64 gesendet. Der Mitschnitt dieser Live-Sendung wurde am 8. November 2013 auf meinem Mixcloud-Profil veröffentlicht. Dies ist das Originalmanuskript von Marcos López. Bitte beachte auch die Playlist am Ende des Beitrages. Die ganze Sendung zum Nachhören hier…

Die Story der House Music

Anmoderation: Vor 5 Jahren, 1987, war alles noch so einfach: House Music kam aus den  Vereinigten Staaten von Amerika, war am schnellen Beat und der sparsamen Instrumentierung zu erkennen und wurde von der Musikpresse als Underground-Phänomen einer größtenteils schwulen Szene definiert. Manuskript: Die Story der House Music weiterlesen

Radiosendung: Die Story der House Music – dt64, Spätvorstellung, 19. Juni 1992

Radioshow – Marcos López – dt64 Spätvorstellung – Die Story der House Music – 19. Juni 1992 by Marcos López on Mixcloud

 

Aus dem Originalmanuskript der Sendung:

"1987 war alles noch so einfach: House Music kam aus den Vereinigten Staaten von Amerika, war am schnellen Beat und der sparsamen Instrumentierung zu erkennen und wurde von der Musikpresse als Underground-Phänomen einer größtenteils schwulen Szene definiert. Fünf Jahre später, 1992, ist House Music ein globales Phänomen, eine internationale Bewegung, aus der die innovativsten Strömungen der Musikszene kommen. Der Begriff der House Music ist da aber nicht mehr so einfach zu definieren, wie er es 1987 noch war. House Music 1992 ist ein musikalischer Überbegriff für eine Richtung, die in viele Genres unterteilt werden kann: z. B. in Acid House, in Deep House, in Ambient House, in Hart House und Techno, um nur einige zu nennen. Allen ist jedoch gemein, daß sie zur großen Familie der House Music zählen. In dieser Sendung soll nicht geklärt werden, wie groß diese Familie ist, sondern wie alles anfing, wo alles anfing; die Musik und die Macher…"

dt64 – Spätvorstellung: Die Story der House Music. Von Marcos López. 19. Juni 1992, 22:00 – 00:00. Das gesamte Manuskript inklusive Playlist hier…

Radiosendung: dt64, Nightflight, 4. April 1992 – Teil 2

Radiosendung – dt64 – Nightflight – 4. April 1992 – CD 2 by Marcos López on Mixcloud

Der zweite Teil des Nightflights auf dt64 vom 4. April 1992 präsentiert im wesentlichen den Techno-Sound des Berliner Undergrounds, so wie ich ihn zwischen Tresor, E-Werk, Bunker, Walfisch und diversen anderen Locations als DJ und Club-Gänger erlebt habe. Im Live-Mix kamen dabei zahlreiche Vinyls aus den USA, UK, Benelux und Deutschland zum Einsatz.

Radiosendung: dt64, Nightflight, 4. April 1992 – Teil 1

Radioshow – dt64 – Nightflight – 4. April 1992 – Teil 1 by Marcos López on Mixcloud

 

In dieser Sendung stellte ich eine ganze Stunde lang die neue und für ihre Zeit wegweisende CD Tranceformed from beyond (MFS Records) vor. Für den Mix war zunächst der Berliner Elektronik-Künstler Cosmic Baby verantwortlich, zu dem sich später noch der Berliner Produzent Mijk van Dijk dazu gesellte. Meine Begeisterung für dieses großartige Album ist aus jedem Wort der Moderation herauszuhören. Und wenn bei Minute 11:28 Quazars phänomenaler Track Seven Stars anfängt zu blubbern, bekomme ich heute noch eine Gänsehaut, die meist zu einem wilden Toben führt, wenn der Track knapp zwei Minuten später, bei Minute 13:15, seinen elektrisierenden Ausbruch erlebt. Genial! Immer wieder!

Mijk van Dijk ist an dieser bemerkenswerten CD beteiligt gewesen und zwar in dem Sinne, dass er bei der Fertigung der CD im letzten Drittel dazu stieß. In den Credits des Albums ist dies leider nicht entsprechend gewürdigt, somit holen wir das auch an dieser Stelle nach.

Die CD und die Rolle von Mijk van Dijk bei der Produktion von Tranceformed from beyondwar auch ein Thema, als selbiger für ein australisches Magazin im September 1999 ein Interview gab (die genaue Quelle des Interviews konnte leider nicht recherchiert werden): ***

Magazin: You mentioned that the sound was constantly changing. You inparticular, seemed to be at the forefront of pushing technology and pushing the musical boundaries to the limit. Your collaboration with Cosmic Baby on "Tranceformed from beyond" (the first ever trance compilation) is testament to that, you reshaped the "techno" sound and created Trance, as well as influencing the actual physical CD market by firstly doing a trance CD and secondly making it fully mixed.

Mijk van Dijk: Its funny, back In 1991, Berlin was a hardcore city. We tried to get harder and harder, I think that the records from R&S as well as Tresor, capture that period at its the best. It was obvious that some would get tired of this and would go for more melodic music, a mixture of Techno-Beats and the upcoming ambient style. That was basically the idea behind "Tranceformed from beyond": to create a non-stop-music mix which you would like to listen to at home or where ever you are. So we made a concept, that we would select and remix tracks (most from MFS) and do the arrangement already with a link to the next track in mind (we couldn't afford hard disk recording back then). At first Cosmic started to do the mixes. We then put the tracks together with digital tape mastering machines in the mastering studio of "Deutsche Schallplatte", which was basically the former monopol record label of Eastern Germany "Amiga" (in communist countries, there is always only one party and one car plant and one record label…).

*** Das Interview wurde mir in einer Mail von Mijk am 6. Februar 2014 zur Verfügung gestellt.