Biografie

In meiner Biografie erfährst du alles Wesentliche zu meinem bisherigen Werdegang. Du kannst es mit dem Intro sehr kurz halten, in der Kurzfassung etwas mehr erfahren und richtig viel bekommst du in der Langfassung geboten.

Biografie | Intro

Fußball, Kino, Pop und Abi – das ist meine Zeit in Hessen bis 1985. Mit dem Umzug nach Berlin übernimmt die Verbindung aus Journalismus, Hörfunk und Musik das Ruder. Ich studiere Publizistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin, besuche unzählige Konzerte von der Waldbühne bis zur Deutschlandhalle, arbeitete als Roadie und im Plattenladen. In den 1990ern werde ich in den Berliner Clubs zum Techno-DJ und später auch zum Produzenten (siehe → Diskografie / → Diskografie in Bildern). Von 1991 bis 1999 moderiere ich auf dt64 und Fritz (orb) Musiksendungen und schreibe viele Jahre später eine Magisterarbeit über die Entwicklung und die Auswirkungen von MP3. Durch mein Journalistenbüro red@ktion musik werde ich Chefredakteur der Musikvideoplattform → c-tube, bis diese ihren Betrieb Ende 2016 einstellt. Der Wunsch, wieder im Radio zu arbeiten, ist immer noch da, und bis dahin halte ich mein Herzensprojekt → familienclip.de am Laufen. Wir schreiben das Jahr 2017. Hello, hello – willkommen in meinem Leben…

Biografie | Marcos López und Tochter Evi
Marcos López und Tochter Evi bei der Fußball-WM 2010. Foto: Frank Metzroth. © Marcos López

Biografie | Kurzfassung

Ich werde 1966 in Zürich geboren und wachse bis zum fünften Lebensjahr zunächst in Madrid, dann in der kleinen hessischen Industriestadt Stadtallendorf auf. Hierhin sind meine Großeltern mit ihren sechs Kindern nach dem Krieg aus Ungarn geflüchtet. Ich beginne mit acht Jahren Fußball zu spielen, mit zehn Jahren Schallplatten und Musikmagazine zu sammeln, gehe auf das Gymnasium und kaufe mir mit 14 Jahren meine erste Gitarre. 1985 mache ich das Abitur in Kirchhain. 1986 bin ich für drei Monate bei der Bundeswehr.

In Berlin studiere ich von 1986 bis 1991 Publizistik und Theaterwissenschaft (Fachbereich Kommunikationswissenschaften) mit den Schwerpunkten Journalismus und Film an der Freien Universität. Ich schließe das Studium 2003 als M.A. mit einer Magisterarbeit zum Thema MP3 – Beschreibung eines Phänomens ab.

Als freiberuflicher Journalist, Redakteur und Moderator arbeite ich von 1991 bis 2005 für die Hörfunkwellen dt64 (ehemaliges Jugendradio der DDR), Fritz (Jugendwelle des orb, später rbb) und radioeins (rbb). Als DJ und Produzent veröffentlichte ich in dieser Zeit zahlreiche Tonträger, darunter Schöneberg von Marmion. 2006 bin ich PR-Manager der letzten Loveparade in Berlin. 2007 gründe ich das Journalistenbüro red@ktion musik. Von 2008 bis 2016 leite ich die Redaktion des Musikvideoportals www.c-tube.de und gestalte diverse Websites, darunter www.mitspielgelegenheit-berlin.de und www.kultureller-bildungsverbund-pankstrasse.de.

In 2012 startet das Unternehmen www.familienclip.de, welches ein großes Spektrum an Digitalbearbeitungen, Archivierung von Film & Foto, sowie Super 8- und VHS-Videokonvertierungen auf DVD und Blu-ray Disk anbietet.

Biografie | Filmografie DVD-Collage Marcos López
Das Motto von Familienclip: "Wie bewahren deine Erinnerungen!" © Marcos López

Biografie | Langfassung

Ich komme am 10. Februar 1966 in Zürich auf die Welt. Ich bleibe mit meiner in Ungarn geborenen Mutter und meinem spanischen Vater bis zu meinem fünften Lebensjahr in Madrid. In der kleinen hessischen Industriestadt Stadtallendorf gehe ich zur Grundschule. Hierhin sind meine Großeltern mit ihren sechs Kindern nach dem Krieg aus Ungarn geflüchtet.

Von frühester Kindheit an liebe ich neben Kino und Musik besonders den Fußball: am Tag nach Deutschlands Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1974 trete ich mit meinen Freunden begeistert in den örtlichen Fußballverein ein. Ich beginne mit acht Jahren zu spielen und für die nächsten zwölf Jahre ist der Sportplatz meine zweite Heimat — zunächst als Torwart in der E- und D-Jugend, dann als Linksaußen in der C-Jugend, schließlich als Mittelstürmer in der B- und A-Jugend des TSV Eintracht Stadtallendorf, später in der ersten Mannschaft des SV Rot-Weiß Niederklein. Nebenbei werden auch noch die anderen Vereine in Stadtallendorf ausprobiert: Judo, Handball, Leichtathletik.

Mit zehn Jahren beginnt eine andere, wahre Leidenschaft: das Sammeln von Schallplatten und Musikmagazinen. Die ersten Platten lege ich mit 15 Jahren auf Schulparties auf, später auch auf den Abiturparties. Stets vom Radio begleitet, ist meine Kindheit geprägt von Pop, Rock und Black Music der Stationen HR3, AFN und BFBS; später kommen mit New Wave und dem Synthi Pop der 1980er die Vorboten einer neuen elektronischen Tanzmusik hinzu. Ich verbringe sehr viel Zeit vor dem Radio, um meine geliebten Songs auf eine Kassette zu bekommen und sie immer wieder hören zu können. Neben dem Fußball ist das mein wichtigstes Hobby. Im Kino hinterlassen die aus meinen Comics endlich lebendig gewordenen Helden wie Superman und Spider-Man einen tiefen Eindruck.

Ich komme durch die A-Kurse der 5. und 6. Klasse ab der 7. Klasse auf das Gymnasium der Stadtallendorfer Sekundarstufe I. Mit 14 Jahren kaufe ich mir eine Westerngitarre. Das Geld dafür habe ich durch einen Fabrik-Job in den Sommerferien verdient. Ich bringe mir das Gitarre spielen selbst bei. Mit 17 Jahren kommt noch eine E-Gitarre mit Verstärker hinzu, später auch eine Band. Ab der 11. Klasse besuche ich die Oberstufe in Kirchhain, da Stadtallendorf keine Sekundarstufe II besitzt. Kirchhain ist sechs Kilometer entfernt, ich fahre jeden Morgen mit der Deutschen Bahn in die Schule. In Kirchhain spiele ich auch Theater in einer freien Gruppe. Im Sommer 1985 mache ich das Abitur. Anfang 1986 bin ich für drei Monate bei der Bundeswehr in Stadtallendorf, die dort einen Standort hat.

Ich ziehe im Sommer 1986 nach Berlin und beginne im Wintersemester 1986/87 Kommunikationswissenschaften und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin zu studieren. Ich wohne zunächst in Wilmersdorf, am Adenauerplatz, meine erste eigene Wohnung habe ich ein halbes Jahr später in Neukölln, in der Flughafenstraße. In der geteilten Stadt kommt mir das seit frühester Kindheit gesammelte Pop- und Rockwissen entgegen, meine unzähligen aus dem Radio und von Schallplatten gemachten Musik-Tapes und auch meine ersten Erfahrungen als DJ. Ich schreibe als Student regelmäßig Rezensionen von Maxi-Singles für das Stadtmagazin Prinz, mache als freier Mitarbeiter einige Hörfunkbeiträge für RIAS 2 und SFB 2 und arbeite auch als Roadie auf Konzerten und als Plattenverkäufer auf dem Ku'Damm. Durch einen Studenten-Job in der großen Diskothek Joe am Kudamm lerne ich DJ P. Funk kennen. Er eröffnet mir die Möglichkeit, dort regelmäßig vor einem großen Publikum aufzulegen. Dabei ist der poppige Sound deutlich an den Charts orientiert, lässt aber kurze Ausflüge in viele Richtungen zu: Funk, Soul, Hip Hop, Reggae und auch in die aufkommende House-Welle. Die Entstehung von House Ende der 1980er, die Entwicklung von Trance zu Beginn der 1990er und der Durchbruch von Techno als internationale Jugendbewegung werden mich bald vollends begeistern: als Zuhörer, Tänzer und Journalisten.

Ich wechsle 1989 in den Tanzpalast Joe in der Hasenheide, wo ich einen deutlich progressiveren Sound gestalten kann. Die Musik, die mich umhaut, höre ich aber auf Tekknozid– und Rave-Partys, die in der Stadt etwas völlig neues präsentieren: einen Bruch mit der gewohnten Diskoästhetik, Stroboskope, Türme von Boxen, die einen unglaublichen und noch nie gehörten futuristischen Sound Wirklichkeit werden lassen. Auf einer dieser Parties treffe ich im Dezember 1990 Frank Menzel, einen Redakteur von dt64, dem ehemaligen Jugendradio der DDR. Deutschland ist mittlerweile wiedervereint und Frank sucht frisches Personal, um dt64 auch für ein Westpublikum attraktiv zu machen. Von meiner bisherigen Hörfunkarbeit während meines Studium, meinen Radio-Beiträgen und meinen DJ-Aktivitäten angetan, lädt mich Frank Anfang Januar 1991 zu einer Probemoderation in das Rundfunkgebäude in der Nalepastraße ein. Ich kann es kaum fassen, als ich da sitze und etwas über meine mitgebrachten Schallplatten erzähle: hier saßen vor nicht allzu langer Zeit Mitarbeiter des staatlichen Rundfunks der DDR und verlasen die Nachrichten, die Erfolge der Planwirtschaft und die Gefahren des Kapitalismus. Ich erzähle nun etwas über Westbam, Sven Väth und DJ Dag. Frank und ich verstehen uns gut. Ende Januar 1991 beginne ich mit der Moderation einer Mittagssendung, Step On, später kommen weitere Sendungen hinzu, wie die Deutschen Dance Charts und der legendäre Nightflight. Das Studium an der FU Berlin absolviere ich trotz der hohen Auslastung nebenbei, lasse es aber ab 1993 ruhen, ohne den Abschluss zu machen. Im Spätsommer 1993 höre ich bei dt64 auf, um mich voll und ganz meiner DJ-Laufbahn zu widmen.

Durch die Kombination aus eigenen Radiosendungen, die sowohl in Berlin als auch durch die techniischen Umstände in den meisten neuen und auch in einigen alten Bundesländern gehört werden können, meiner DJ-Arbeit bei Joe in der Hasenheide und diversen Mix-Tapes, die ich ständig in den Umlauf bringe, beginne ich von 1991 an in den angesagtesten Techno-Clubs und Events der Stadt aufzulegen. Zunächst im Globus, dann auch Tresor, E-Werk, Bunker, Dubmission, Tribal Rave, Earth Beats, Earth Club, Pfefferberg, Subground, Praxis Dr. McCoy u.v.a.m. Die Popularität meiner ersten elektronischen Musikproduktionen von 1992 an, besonders des Tracks Schöneberg vom Projekt Marmion (in Koproduktion mit → Mijk van Dijk 1993) führen mich in den folgenden Jahren zu weltweiten DJ-Auftritten (Melbourne, Sydney, Tokio, Helsinki) u.v.a.m. Im Frühjahr 1999 kommt es mit dem DJ-Mix Chill Out Area # 2 (BMG) zur ersten Albumveröffentlichung die meinen Namen auf dem Cover trägt. In der Zeit von Oktober 1997 bis zum Dezember 1999 moderiere ich für Fritz (orb) neben dem Soundgarden am Freitagabend auch Dance Under The Blue Moon und Nightflight. Empfohlen hatte ich mich durch regelmäßige Urlaubsvertretungen für andere Moderatoren in den Jahren zuvor.

Nach einer einmonatigen Indienreise 1999, einem dreimonatigen Australienreise 2000 und einem sich anschließenden längeren Aufenthalt in der costaricanischen Kommune Pacha Mama (Mutter Erde) des Israelis Tyohar, kehre ich im Sommer des Jahres nach Deutschland zurück. Im Haus meiner Mutter in Homberg / Ohm (Hessen) beginne ich mit den Arbeiten an meinem ersten Studioalbum → Geschichten eine St@dtjungen. Während eines dreimonatigen Aufenthalts in Spaniens Hauptstadt und dem Besuch einer internationalen Sprachenschule im Herbst 2000 erarbeite ich mir das Konzept und das dreisprachige biografische Booklet zu meinem Album, welches diverse Stilrichtungen elektronischer Clubmusik mit Interview-Sequenzen und Elementen aus dem Hörfunk verbindet. Im Januar 2001 wird meine CD → Geschichten eines St@dtjungen / T@les From A Cityboy" auf dem Hamburger Label Fee Form Records veröffentlicht, worauf ich meinen Wohnsitz für einige Zeit in die Hansestadt verlege. Ich begleite die Pressearbeit und absolviere mehrere Auftritte.

"'Geschichten eines St@dtjungen' ist eine Hommage an das Radio, ein 'Danke schön' an alle die, mich inspiriert und mir geholfen haben …und die Verwirklichung eines Kindheitstraums… als ich zum ersten mal ein Album in der Hand hielt." (Aus dem Booklet der CD "Geschichten eines St@dtjungen", Fee Form Records, Januar 2001).

Biografie | CD-Cover Darshan M. López Tales From A Cityboy
Das CD-Cover von "T@les From A City Boy". © Marcos López

Im Frühling 2001 folgt der Umzug in Berlins spannende Mitte, wo ich von Mai bis Oktober in der Auguststraße beheimatet bin. Hier brechen äußerst partyreiche Monate an, welche im Sommer und Herbst mit den Auftritten zur Voov Experience und der mitveranstalteten Goa° Berlin 2001-Record Release ihren Höhepunkt finden. Zu der Doppel-CD Goa° Berlin 2001 steuere ich den DJ-Mix auf CD 2 bei (Telemetric). Ab November begleite ich den buddhistischen Lama Ole Nydahl aus Dänemark auf mehreren Reisen. Im März 2002 fahren wir zwei Wochen mit der Transsibirischen Eisenbahn über Moskau, St. Petersburg, Vladivostok und vielen anderen Stationen quer durch Russland und zurück und besuchen dabei viele Zentren des Diamantweg-Buddhismus.

Den Sommer und Herbst 2002 arbeite ich mit dem Berliner Produzenten Embrance sowohl an einem weiteren Studioalbum, als auch an der Wiederaufnahme des Studiums der Kommunikationswissenschaften. Im Februar 2003 schließe ich Theaterwissenschaften ab (im Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften), schreibe am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften (Fachbereich Politik und Sozialwissenschaften) von März bis August die Magisterarbeit MP3 – Beschreibung eines Phänomens und bewältige dort die letzten Prüfungen mit Schwerpunkt Journalismus am 15. Dezember des Jahres.

Im Juli 2004 beginne ich ein einjähriges Intermezzo bei meinem Berliner Lieblingssender radioeins (rbb). Dort betreue ich als Redakteur die Vormittags- und Mittagsmagazine und erstelle zahlreiche Beiträge. Ab Mai 2006 bereite ich als PR-Manager für Printmedien die letzte Berliner Loveparade vor. Die Zeit nach der Loveparade bis zum Januar 2007 nutze ich für eine Fortbildung an der Berliner Medienakademie cimdata inklusive Existenzgründungsseminar. Ich gründe daraufhin das Journalistenbüro red@ktion musik, mit dem ich von Februar 2008 bis 2016 die Chefredaktion der Musikvideoplattform → c-tube gestalte. Hier bin ich für den gesamten Internetauftritt und die Durchführung von Kooperationen verantwortlich: von der Administration der Website, über Berichte und Interviews, die Aufbereitung und Präsentation des Contents, Marketingkampagnen, Kooperationen und Messeauftritte (Musikmesse; ceBIT Sounds), bis hin zur Produktion und dem Schnitt von Clips (z. B. Mathew James White; Marceese; Dradio Kultur). 2009 wird meine Tochter Evi geboren (Foto siehe oben).

Es folgen Aufträge für die Online-Redaktion und Website-Gestaltung des → Kulturellen Bildungsverbundes Pankstrasse und dem gemeinnützigen Verein Mitspielgelegenheit e.V., deren Präsentation und Pflege bis 2015 andauert (jetzt ACT e.V. – Führe Regie über dein Leben!). Nebenbei gründe ich 2012 das Unternehmen → familienclip.de, welches ein großes Spektrum an unterschiedlichen Medientransfers und Fotodokumentationen, sowie Super 8-, Mini-DV- und VHS-Videokonvertierungen anbietet. Nach der Geburt meines zweiten Kindes Valentin im April 2014, nehme ich die Möglichkeit einer elfmonatigen Elternzeit wahr und steige 2015 wieder in meinen freiberuflichen 'Alltag' als Mediengestalter und Online-Redakteur ein.

Ich träume nach wie vor davon, im Hörfunk wieder eine regelmäßige Live-Sendung zu moderieren und glaube fest daran, eines Tages wieder on air zu sein…

Biografie | Marcos und Valentin Lopez Fuerteventura 2015
Marcos López und Sohn Valentin in Fuerteventura, Kanarische Inseln, August 2015. Foto: Stefanie López. © Marcos López