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zweitehand dj-mixe



experiments in dub-part 1-06.03.94 (46:31)


marcos lópez
... a tribal-ambient-dub-journey ...
cd incl. bonus mix "three intros"
€ 6.- + € 2.- versand

der komplette mix ist als suche zu verstehen,
die alternativen einer stilrichtung immer wieder neu zu auszuloten, eine neue mischung der bereits bestehenden variablen zu entdecken und als kompilation des reichhaltigen materials einen dramaturgischen überblick (genannt: der mix) über das angeschaffte material zu ermöglichen.

war erst einmal eine cassetten-seite eines 90 minuten-tapes "im kasten" (daher die typischen 45 minuten-aufzeichnungen dieser zeit), verschwand dieses tape sofort im sony-walkman (unglaublich! diesen walkman habe ich heute noch!!! er muss über 15 jahre alt sein, war nie defekt ... wird heute noch genutzt). die folgenden wege im auto, in der u-bahn oder zu den gigs, im flieger oder bahn, wurden zu einem persönlich gestalteten videoclip: die geräusche der aussenwelt versanken im tribalen soundtrack des walkmans und die kulisse der stadt und der vorbeiziehenden orte wurde zu einer bilderflut, deren stimmung, wirkung und schönheit ohne geschichte war, ein gänzlich neues, im moment des simultanen zusammentreffens von bild und ton im kopf, kaum interpretierbares flüchtiges ereignis.

auch hier eine kleine technische anmerkung: wer genau in diesen mix hineinhört, wird die weiter oben erwähnten stimmen & chöre in z.t. rythmisierter form vorfinden. wie das 1994? ... wo doch nur 2 turntables zur verfügung standen? (... übrigens: auch diese plattenspieler, technics mk II, besitze ich noch. es sind die ersten, auf denen ich 1987 zum ersten mal eine vinylscheibe mixte und die ich für sensationelle DM 100.- - beide zusammen! - erstehen durfte). nun, mir stand im märz 1994 für kurze zeit ein mixer mit einem kleinen sample-speicher zur verfügung. praktisch ohne vorahnung lud ich ein paar tribal-samples von vinyl und spielte während des mixes diese samples per knopfdruck in den mix. und während die ein platte lief, lud ich ich mit dem ungenutzten plattenspieler weitere hinein - eine hektische angelegenheit - die z.t. wenige minuten später wieder, im gleichen mix, zum einsatz kamen: rhytmisiert, unrythmisiert, zur unterlegung.

was mich bei diesem mix, wen man das als urheber desselben sagen darf, immer noch einfängt, sind die z.t. "traumhaftigen sequenzen", diese tereminartigen passagen, diese somnambule stimmung, so als ob man mit halbgeschlossen augen und schlaff, aber doch zielstrebig nach vorne gestreckten armen, wie hypnotisiert und von einem unerklärlichen magnet angezogen, wandelt, schreitet, irgendwohin, nicht wissend wohin, aber doch einer geheimen zielstrebigkeit folgend. ich mag diesen mix sehr. er entstand in einer krassen phase des umbruchs, doch dazu mehr vielleicht mehr ein ander mal ...
   

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